Der Fisch stinkt vom Kopf her
Über die Mitarbeiter*innen von RS Security ist wenig bekannt. Es ist unwahrscheinlich, dass sich keine Rechten unter ihnen befinden, allerdings gibt es kaum Bilder von ihnen zu finden und auch die Einsatzorte von RS sind nicht so offensichtlich wie die von anderen Unternehmen. Einzig ist bekannt, dass RS-Mitarbeiter Stephan Heinl zusammen mit einigen Kamerad*innen das neonazistische Kampfsportturnier “Tiwaz” 2018 in Grünhain-Beierfeld mit dem Firmenwagen besuchte. RS Security bertreut derzeit u.a. eine Chemnitzer Polizeiwache und das Chemnitzer Landgericht.

Die interessanteste Personalie bei RS ist wohl der Chef, Nico Seifert. Wie viele andere Security-Unternehmer auch, hält sich Seifert zwar mit öffentlichen politischen Aktivitäten zurück, fiel in seiner Freizeit allerdings durch das Tragen eines T-Shirts mit dem Logo der SS-Division Totenkopf (“SS-Totenkopf”) und der Aufschrift “Search and Destroy” auf und umgibt sich mit einschlägigen Leuten. So posierte er in dem Shirt u.a. mit Martin Krause, der zu den Neonazi-Angreifern auf den Leipziger Stadtteil Connewitz 2016 zählte. Seifert ist Jugendboxtrainer beim Chemnitzer Boxclub 94 und boxte in der Vergangenheit zusammen mit anderen Neonazis beim KSSV Zwickau.
Seifert ist mittlerweile Eigentümer von zwei Gesellschaften: Die RS | SECURITY CHEMNITZ – Sicherheitsdienste & Service-GmbH (früher SCC | Montage Group GmbH) und die RS | SECURITY CHEMNITZ GmbH & Co. KG. Sein ehemaliger Geschäftspartner Ronny Streit hat den Industriemontage-Zweig rund um die “SCC Group” davon abgetrennt. Drumherum erstreckt sich ein unübersichtliches Netzwerk verschiedener Gesellschaften. Mittlerweile ist Sandro Gerth, ehemaliger Geschäftsführer “Quo Vadis Group” / “Argus Security” als Prokurist in die RS Security Chemnitz GmbH und Co. KG eingestiegen.
Ihren Stellenausschreibungen zufolge bietet die Firma u.a. bewaffneten Objektschutz an und verfügt folglich über Zugang zu Waffen.

Quelle: Facebook, vom 9.8.2015
